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Warum du deinen Firmennamen selber finden sollst

Ein guter Firmenname soll mehr können, als gut zu klingen. Er kann etwas darüber vermitteln, wofür dein Unternehmen steht, Interesse wecken und zu einem wichtigen Bestandteil seiner Identität werden. Und genau deshalb bin ich überzeugt: Du solltest deinen Firmennamen selber finden.

Das bedeutet nicht, dass du auf professionelle Unterstützung verzichten musst. Aber die Vorstellung davon, was dein Unternehmen einmal sein soll, sollte im Zentrum der Namensfindung stehen – und die kann dir niemand abnehmen. Keine Agentur, kein Namensgenerator und auch keine KI.

Denn niemand kennt die Vision deines zukünftigen Unternehmens so von innen wie du.

Dein Unternehmen existiert bereits in deiner Vorstellung

Gerade am Anfang einer Gründung ist vieles möglicherweise noch nicht vollständig formuliert. Vielleicht kannst du dein zukünftiges Unternehmen noch nicht in drei präzisen Sätzen beschreiben. Trotzdem existieren bereits Vorstellungen, Werte, Ambitionen und ein Gefühl dafür, was du erschaffen möchtest.

Diese Innenperspektive besitzt kein externer Experte.

Andere können deine Ideen verstehen, Fragen stellen, Zusammenhänge erkennen oder dir helfen, deine Gedanken zu strukturieren. Sie können aber nicht selbst empfinden, was du mit diesem Unternehmen verbindest und welche Vorstellung du von seiner Zukunft hast.

Eine der Aufgaben der Namensfindung besteht deshalb darin, etwas, das zunächst vielleicht nur als Vorstellung oder Gefühl existiert, sprachlich greifbar zu machen.

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Der Name ist Teil deiner Marke

Der Firmenname kann zu einem der ersten Berührungspunkte mit deinem Unternehmen werden.
Menschen lesen, hören und verwenden ihn – und verbinden mit ihm Vorstellungen und Assoziationen.

Unabhängig davon, ob du zu diesem Zeitpunkt bereits bewusst eine Marke aufbaust, wird dein Firmenname zu einem zentralen Markenelement.

Deshalb verdient diese Entscheidung von Beginn an Aufmerksamkeit.

Nicht, weil es den einen perfekten Namen gäbe. Sondern weil ein Name die Möglichkeit bietet, etwas von der Identität und Richtung deines Unternehmens bereits in wenigen Worten – manchmal sogar in einem einzigen – spürbar zu machen.

Nichts ersetzt die Verbindung mit deiner Vision

Deine Vision ist nicht nur für die Namensfindung relevant. Sie kann dir auch später Orientierung geben, wenn Entscheidungen über Produkte, Positionierung oder die weitere Entwicklung deines Unternehmens anstehen.

Diese innere Vorstellung ist deshalb keine Nebensache im Gründungsprozess. Sie ist eine Ressource.

Und genau hier liegt für mich ein wichtiger Unterschied zwischen Unterstützung bekommen und die Namensfindung abgeben.

Du brauchst niemanden, der dir deine Unternehmensidentität erfindet.

Was dir möglicherweise fehlt, ist ein guter Prozess, der dir hilft, das sichtbar und sprachlich greifbar zu machen, was in deiner Vorstellung bereits angelegt ist.

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Was dir fehlt, ist vielleicht nicht Kreativität – sondern ein guter Prozess

Bei der Namensfindung treffen unterschiedliche Anforderungen aufeinander.

Ein Name soll zu dem Unternehmen passen, das du aufbauen möchtest. Gleichzeitig existiert dieses Unternehmen nicht im luftleeren Raum. Der Name muss auch nach außen funktionieren und sich in einem realen Markt behaupten können.

Ein guter Naming-Prozess schafft deshalb einen Rahmen, in dem deine Vision, kreative Möglichkeiten und strategische Anforderungen zusammenkommen können.

Die entscheidenden Gedanken und Entscheidungen bleiben dabei bei dir.

Denn professionelle Struktur und eigene Kreativität schließen sich nicht aus. Im Gegenteil: Ein guter Prozess kann dir den Raum geben, deine eigene Vorstellungskraft gezielt für die Namensentwicklung einzusetzen.

Der Name muss vom Team kommen

Wie sehr diese Aussage von mir zutrifft, wurde 2020 beim „Wir vs. Virus“-Hackathon noch einmal sehr deutlich.

Als Mentorin wurde ich von einem Team gebeten, die Namensfindung für sie zu übernehmen. Ich habe abgelehnt – nicht, weil ich sie damit alleinlassen wollte, sondern weil ich überzeugt war, dass der Name aus dem Team selbst entstehen sollte.

Stattdessen habe ich sie eingeladen, meinen Vortrag über Namensfindung zu besuchen.

Kurz danach bekam ich diese E-Mail:

"Vielen Dank für deine Unterstützung. Du hast tatsächlich recht – der Name muss vom Team kommen: Wir haben lange zusammengesessen und unterschiedliche Wörter immer wieder miteinander verknüpft und ihn in Use Cases uns vorgespielt („hey, wenn die Enkelkinder wieder nicht kommen, ruf doch mal bei Silberdraht an“) und dann einige Kandidaten entwickelt. Am „Silberdraht“ blieb aber die ganze Gruppe immer wieder hängen"

Susanne Steigler

Der Name Silberdraht kam nicht von mir. Und genau das ist mein Punkt.

Meine Aufgabe bestand nicht darin, dem Team einen Namen zu geben.
Ich konnte ihnen mein Wissen und einen Rahmen zur Verfügung stellen – die Verbindung zu ihrer Idee und die Entscheidung blieben bei ihnen.

Ein guter Name erfüllt viele wichtige Kriterien

Die eigene Vision ist ein wichtiger Ausgangspunkt für die Namensfindung.
Sie ist trotzdem nicht das einzige, was zählt.

Denn dein zukünftiger Firmenname begegnet später Kunden, Geschäftspartnern und anderen Menschen, die deine persönliche Verbindung zu ihm zunächst nicht kennen. Er steht in einem Marktumfeld und muss dort als Name funktionieren.

Auch rechtliche Fragen sind relevant. Dafür ist meine Namensfindung von produktfarm® ein gutes Beispiel.

Ich hatte früh mit der Suche begonnen und bereits einen Wunschnamen entwickelt.
Dann stellte ich fest, dass dafür schon eine Marke registriert war.

Damit musste ich noch einmal neu anfangen – und inzwischen war der zeitliche Spielraum deutlich kleiner geworden.

Also tat ich für mich selbst das, was ich sonst für meine Kunden tat:
Ich entwickelte einen strukturierten Prozess für die Namensfindung. Und das Ergebnis war produktfarm®.

Ein guter Name wirkt nach Aussen UND nach Innen

Mit produktfarm® bin ich bis heute sehr glücklich.

Der Name vermittelt etwas von dem, womit ich mich beschäftige, und ich habe mehrfach Rückmeldungen bekommen, dass bereits der Name Interesse an meiner Arbeit geweckt hat.

Das zeigt, der Name vermittelt bereits  vor dem ersten Gespräch etwas über ein Unternehmen. Aber mein Firmenname hat noch eine zweite Funktion bekommen, mit der ich bei seiner Entwicklung gar nicht in diesem Umfang gerechnet hatte:

Er gibt auch mir selbst Orientierung.

produktfarm® hat mir immer wieder geholfen, bei der Weiterentwicklung meines Unternehmens den roten Faden zu erkennen.
Die Idee, die im Namen steckt, hat immer wieder die Richtung gezeigt und ist stetig gewachsen.

Ein guter Firmenname wirkt deshalb nicht nur nach außen.
Er kann auch nach innen zu einem Referenzpunkt für die eigene Unternehmensentwicklung werden.

Gerade deshalb solltest du den Prozeß der Namensfindung selbst durchlaufen

Gerade am Anfang hast du als Gründerin die Möglichkeit, deinem Unternehmen bewusst eine Richtung und eine Sprache zu geben. Der Name ist eine der ersten Entscheidungen, in denen beides sichtbar werden kann.

Du bringst dafür etwas Entscheidendes bereits mit: deine Innenperspektive auf das Unternehmen, das entstehen soll.

Was du nicht automatisch mitbringen musst, ist das Wissen darüber, wie aus dieser Vorstellung ein tragfähiger Unternehmensname entsteht.

Und genau dafür habe ich Workshop in a Box® – Unternehmensnamen finden entwickelt.

Du bekommst einen professionell strukturierten Prozess für deine Namensfindung, ohne die wichtigste Aufgabe aus der Hand zu geben: deinen eigenen Namen zu entwickeln und zu entscheiden, welcher davon wirklich zu deinem Unternehmen passt.

Dein Firmenname soll von dir kommen.
Aber du musst den Weg dorthin nicht selbst erfinden.

 

Von Antje Eichhorn
Bildnachweis: © Name / Quelle